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Nierenzellkrebs
Die mit Abstand häufigste Form von Nierenkrebs ist dabei das Nierenzellkarzinom, das etwa 85 Prozent aller Fälle ausmacht.
Generell sind Männer etwa doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Über 90 Prozent aller Diagnosen werden ab einem Alter von 45 Jahren gestellt, in der Mehrzahl der Fälle tritt die Erkrankung zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr auf. Typische Symptome, etwa Blut im Urin, sind oft erst relativ spät zu beobachten. Andere Symptome, etwa Rücken- oder Unterleibsschmerzen, sind eher unspezifisch.
Oft zu spät diagnostiziert
Häufig wird das Karzinom daher zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung entdeckt. Zum Zeitpunkt der Diagnose haben sich bei einem Drittel der Patienten bereits Metastasen gebildet. Weil die Diagnose häufig erst spät erfolgt, verläuft ein Nierenzellkarzinom für rund die Hälfte der Patienten tödlich.
Die Ursachen für die Entartung der Nierenzellen sind noch ungeklärt. Es wird angenommen, dass bestimmte Gene ihre Funktion verlieren und somit die Blockade von unkontrollierter Zellvermehrung ausfällt. Außerdem werden Rauchen, Übergewicht, fettreiche Ernährung, hormonelle Faktoren, phenazetinhaltige Schmerzmittel, Petroleumprodukte, Asbest und bestimmte Lösungsmittel als Risikofaktoren diskutiert.
Hoffnung durch gezielte Therapie
Je früher die Diagnose, desto besser die Heilungsaussichten. In der Regel ist das operative Entfernen des Tumors oder der ganzen Niere die Behandlung der Wahl. Zusätzliche Maßnahmen können in Bestrahlungen und Immuntherapien mit Alpha-Interferon oder Interleukin-2 bestehen. Manchmal wird auch eine Chemotherapie angewendet. Trotz dieser Möglichkeiten sind die Heilungsaussichten vor allem dann begrenzt, wenn die Therapie spät einsetzt. Insbesondere wenn sich bereits Metastasen gebildet haben, verschlechtert sich die Prognose für die Patienten. Bis vor kurzem gab es in vielen solchen Fällen keine geeignete Behandlung mehr.
Neue Hoffnung hat sich aber inzwischen durch die Entwicklung gezielter Krebstherapien ergeben. Auch Bayer Schering Pharma arbeitet an solchen Medikamenten, die sehr selektiv konkrete Tumor-Mechanismen attackieren.
Als besonders interessant haben sich dabei Wirkstoffe erwiesen, die Tumorwachstum auf zwei Wegen gleichzeitig bekämpfen: Sie hemmen die Zellteilung, und sie stören die Blutversorgung des Tumors. Ein solcher Wirkstoff von Bayer Schering Pharma ist seit kurzem in vielen Ländern zur Behandlung von fortgeschrittenem Nierenzellkrebs zugelassen. In Studien hat er gezeigt, dass er das Fortschreiten des Tumors signifikant hemmt. Wegen der mit dieser Wirkung verbundenen Hoffnung wurde die Substanz in vielen Ländern schon vor der behördlichen Zulassung über ein Sonderprogramm zugänglich gemacht.
Weitere Anwendungen für dieses Medikament werden derzeit intensiv untersucht.
Hinweis für Patienten
Jeder Körper reagiert anders auf Medikamente. Deswegen können wir Ihnen nicht sagen, welches Medikament für Sie das richtige ist. Bitte fragen Sie Ihren Arzt.

















