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Lungenhochdruck
Wenn die Luft immer dünner wird
Tödliche Verengung der Blutgefäße
Atemnot, Herzklopfen, Erschöpfung, Müdigkeit. Bei solchen Symptomen denkt man vielleicht an eine Herzschwäche oder an Asthma. Doch es gibt auch Fälle, in denen krankhaft veränderte Lungengefäße der Auslöser sind. Lungenhochdruck oder auch pulmonar-arterielle Hypertonie heißt eine Krankheit, bei der sich die Blutbahnen in der Lunge zunehmend verengen. Damit erreicht immer weniger Blut die Lungenbläschen, die Sauerstoffaufnahme wird erschwert.
Die Betroffenen erleben einen Zustand, der einem Aufenthalt in mehreren Tausend Metern Höhe gleicht. Es ist, als werde die Luft dünner. Und das dauerhaft. Die Folge: Das Herz muss permanent und immer stärker gegen den Widerstand der verengten Gefäße anpumpen – und versagt schließlich eines Tages ganz. Manche Menschen haben ein erhöhtes Risiko für Lungenhochdruck. Dazu zählen etwa Personen mit bestimmten Autoimmunerkrankungen, Herzfehlern oder auch mit einer HIV-Infektion.
Die richtige Diagnose erfolgt oft erst spät
Weil Lungenhochdruck schleichend und zunächst symptomlos beginnt, wird die Krankheit oft erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert. Hinzu kommt, dass selbst nach ersten Symptomen viel Zeit vergeht, bis die richtige Diagnose gestellt wird – im Schnitt zweieinhalb Jahre, wie die deutsche Ärztezeitung im Sommer 2007 schätzte. In der Regel werde eine pulmonar-arterielle Hypertonie erst nach Konsultation mehrerer Ärzte ermittelt. Einen wichtigen Anhaltspunkt liefert die Echo-kardiographie des rechten Herzens, über die sich indirekt der Lungendruck messen lässt. Der Befund kann dann durch eine Katheteruntersuchung des rechten Herzens abgesichert werden.
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Neue Medikamente verbessern die Lebensqualität
Bis vor wenigen Jahren war eine Lungentransplantation die einzige Hoffnung für Patienten mit Lungenhochdruck. Doch inzwischen gibt es auch Medikamente zur Behandlung. Eines davon bietet Bayer Schering Pharma. Es wird als feiner Nebel inhaliert und gelangt so direkt in die Lunge. Dort weitet der Wirkstoff die Gefäße des Lungenkreislaufs, so dass sich die Durchblutung und damit die Sauerstoffaufnahme verbessern. Das steigert die Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität der Betroffenen. Auch die Überlebenszeit wird verlängert.
Häufig wird der Wirkstoff auch im Rahmen einer Kombinationstherapie eingesetzt. Daneben hat sich inzwischen gezeigt: Auch sportliche Aktivitäten verbessern die körperliche Belastbarkeit von Patienten mit Lungenhochdruck. Früh erkannt, lässt sich die Lebensqualität dann auf einem umso höheren Niveau stabilisieren.
Hinweis für Patienten
Jeder Körper reagiert anders auf Medikamente. Deswegen können wir Ihnen nicht sagen, welches Medikament für Sie das richtige ist. Bitte fragen Sie Ihren Arzt.

















